Museum

Diözesanmuseum Rottenburg – Zweigstelle Sülchenkirche

Die Sülchenkirche ist reiche Erinnerungsstätte und lebendiges Glaubenszeugnis zugleich. Seit etwa 1500 Jahren dient Sülchen als Begräbnisort. Die bei den jüngsten archäologischen Grabungen (2011–2017) entdeckten Funde sind herausragende Zeugnisse der christlichen Frömmigkeit – vom Frühen Mittelalter bis ins Barock. Ihre Bedeutung erhält die Kirche (Mitte 15. Jh.) auch durch die Nutzung als Bischöfliche Grablege seit 1869. Die historische Gruft wurde im Zuge der letzten Restaurierung aufgegeben, um damit die Reste zweier Vorgängerbauten (um 1000 / 1120/30) für die Besucher zugänglich zu machen. Die neue Gruft – ein in Stampflehm ausgeführter Andachtsraum unter dem Kirchenlanghaus – wurde vom Bregenzer Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur entworfen. Der Reiz der Architektur liegt im Spannungsverhältnis der zeitgenössischen Ästhetik und der tiefen historischen und religiösen Symbolkraft.

Das Diözesanmuseum macht die historische Bedeutung und die Vielfalt an Nutzungen Sülchens in einem Sonderführungsprogramm erlebbar. Die diesjährigen Führungen spannen dabei ein weites thematisches Feld auf: So wird die Geschichte des im 9. Jahrhundert lebenden Sülchgauheiligen Meinrad anhand ausgewählter Kunstwerke erzählt. Die Diözesangeschichte spielt eine Rolle in einer Führung, welche die Viten der in Sülchen bestatteten Bischöfe und Domkapitulare beleuchtet. Auch Kinder sollen den Reichtum des Ortes auf anschauliche Weise vermittelt bekommen. Daher bietet das Museum zwei spezielle Termine (10.11. 2018 und 11.11.2018) für unsere jungen Besucher an.

Herzliche Einladung an alle Interessierten!