Die Bischofsgruft

Bischofsgruft

Seit 1869 dient die Sülchenkirche als Grablege der Bischöfe. Die Renovierungsarbeiten und die dabei entdeckten mittelalterlichen Fundamente hatten eine Verlegung der Gruft nach Westen zur Folge. Dort entstand durch das Bregenzer Architekturbüro Cukrowicz ein ebenso schlichter wie symbolstarker Raum der Andacht. Dieser lädt die Betrachter ein, in die Tiefe der Stätte einzutauchen, in der sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft durchdringen. Für die historisch gesehen relativ junge, 1821/28 gegründete Diözese ist die Weite des Sülchener Horizonts ein Glücksfall: Einerseits sind hier die Vorgänger des amtierenden Bischofs, unter ihnen der bedeutende Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll (1870–1948) bestattet, andererseits macht der aus Stampflehm erbaute Raum eine Verwurzelung der Diözese erlebbar, die bis zu den Anfängen des christlichen Glaubens im mitteleuropäischen Raum zurückreicht.